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„No Blood On My Clothes“. Ein Projekt der 1d des BRG APP Innsbruck zum Thema Faire Mode, Projektleitung Magistra Ursula Juen.
 

Sie kaufen gerne modische Kleidung. Es macht ihnen Spaß, mit den Freundinnen Neues in den gängigen Geschäften der großen Modeketten zu suchen und anzuprobieren. Sich an der Mode zu orientieren garantiert Abwechslung und gutes Aussehen. Manche haben schon ausgeprägte Vorlieben für Marken. So beschreiben die Jugendlichen ihr persönliches Kaufverhalten. "Made in" findet kaum Beachtung beim Kauf der begehrten Stücke... bis sie erstmals den Bericht einer jugendlichen Textilarbeiterin aus Bangladesh sehen und vom Einsturz des Rana Plaza Gebäudes hören.

 

Diese Katastrophe, bei der über 1000 ArbeiterInnen einer Textilfabrik ihr Leben verloren, ging nicht nur unseren SchülerInnen unter die Haut, er brachte auch den Verein "Art For Fair Fashion" auf die Idee, im Schuljahr 2014/15 das Pilotprojekt „No Blood On My Clothes“ zu initiieren. Eine Schulklasse des Europagymnasiums Linz Auhof unter Leitung von Mag. Susanne Weiss setzte sich daraufhin intensiv mit dem Thema „Wie fair ist unsere Mode?“ auseinander und ihre tollen Ergebnisse haben uns motiviert, selber nachzuforschen!

Seit mehreren Wochen setzen sich die Schüler der 1d im Fach "Werkerziehung" nun schon intensiv mit ihrem Modekonsum und den Produktionsbedingungen in der Textilindustrie auseinander:

 

Sie

  • listen als Kleiderschrank-DetektivInnen ihre textilen Besitztümer auf.

  • Untersuchen die Etiketten ihrer Kleidung und finden staunend heraus, dass sie meistens in Bangladesh, Indien und China produziert wurden. Wieso nicht in Europa?

  • sehen einen Dokumentarfilm und blicken so hinter die Kulissen von H&M. Sie sind bewegt vom Elend, in dem die Näherinnen leben, die kaum älter sind als sie selber.

  • hören von der Katastrophe des Rana Plaza-Einsturzes und gestalten ein Plakat dazu (s. Abb. 1).

  • machen eigene hautnahe Erfahrungen mit serieller Näherei, indem sie stundenlang den gleichen Arbeitsvorgang wiederholen.

  • schätzen die prozentuellen Anteile der preisbildenden Faktoren ein und können es nicht fassen, wie wenig ein/e Näher/in verdient. Sie zerschneiden eine Jeans in Teile, die diesen Umstand illustrieren (s. Abb. 2)

  • überlegen, wie sie als Konsumentinnen Einfluss nehmen können auf die Produktionsbedingungen und entwickeln dazu persönliche und gemeinsame Strategien (Unterschriftenaktion, bewussteres Kaufverhalten, Tauschbörsen etc.).

  • informieren sich über den Begriff "faire Mode" und recherchieren, was die verschiedenen Gütesiegeln bedeuten.

  • lassen sich aufrüttelnde Slogans und Symbole einfallen, mit denen sie im Schablonen-Siebdruck selber TShirts (natürlich Fairtrade) gestalten und präsentieren diese im Rahmen einer Modenschau.

  • WOLLEN AUCH DIE ÖFFENTLICHKEIT AUFMERKSAM MACHEN AUF EIN THEMA; DAS IHNEN ZUM PERSÖNLICHEN ANLIEGEN GEWORDEN IST! Dazu planen sie eine Aktion in einer nahegelegenen Einkaufsstraße (s. Planung nächste Seite).

 

PREVIEW Aktion Einkaufsstraße:

Diese jungen Menschen wollen unbedingt etwas unternehmen und ihren Beitrag dazu leisten, auf die Produktionsbedingungen ihrer Modewelt hinzuweisen!

Die Maria Theresienstraße liegt nur ein paar Schritte von unserer Schule entfernt und täglich flanieren tausende Menschen auf ihrem Einkaufsbummel hindurch. Unsere TShirts sollen aufgehängt auf einer langen Wäscheleine ihre Botschaft verkünden. Ein Ständer mit von den Schülern gestalteten Plakaten erinnert an das Unglück im Rana Plaza Building, das sich am 24.4. zum dritten Mal jährt. Einige Schüler verteilen kleine Flyer mit Fakten zur Textilproduktion und Informationen zur Kennzeichnung fair produzierter Kleidung.

Termin: Donnerstag 28.4.2016

Dauer: von 9.00-10.45 Uhr

Ort: Maria Theresienstraße ca. Höhe Tyrolia (Wäscheleine längs zwischen 2 Laternenmasten)

Mitwirkende: eine Gruppe von 6-8 SchülerInnen unter Aufsicht einer Lehrperson


Online Informationen über das Projekt „No Blood On My Clothes“:

www.artforfairfashion.org

www.europagymnasium.at

http://no-blood-on-my-clothes.blog.de

www.promotexx.eu

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Platform art.fashion.fairness / Bea Fischer  Austria. Copyright 2016

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